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"Ich möchte ein Geschenk sein"
Oh, ich korrigiere: Ich BIN ein Geschenk!"

Und wie lange diese Korrektur gedauert hat, um die 50 Jahre! Schein´s Spätlese ;k)

"Liebe mich, wenn ich es gerade nicht verdiene,
denn dann brauche ich es am dringendsten"
- sagt ein schwedischer Spruch

Und wahrlich, wenn ich falle, tut mir auslachen, beschämen, verurteilen, belehren und ähnliches nicht gut, es zieht mich noch tiefer in die Not. Außer, dass ich mit dem Wort "verdienen" - besonders in diesem Zusammenhang - nicht im Einklang bin, mag ich diesen Spruch sehr. Denn er benennt eine häufige Situation und deren Falle, wie auch die heilende Lösung.

"Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst"
- Das zweite Gebot nach der Gottesliebe...

Und wer ist mein Nächster? Ein jeder. Der erste „Nächste“ unter Menschen, weil steter, Letzter und in diesem Leben unverlassbar: ist man sICH selbst. Leicht ist es diejenigen zu "lieben", mit denen wir auf Anhieb im Einklang sind. Es ist auch schön, es leicht zu haben. Und ist die Liebe als solche nicht erst verlässlich vorhanden, gelebt und bewiesen, wenn wir gerade nicht im Einklang sind und dennoch lieben? Was heißt denn lieben? Lieben könnte heißen, zu dem anderen JA zu sagen mit allem, was ihn bewegt. Dies kann ich erst tun, wenn ich seine Taten und Worte nicht zwangsmäßig auf mich beziehe. Dies wiederum geht erst, wenn ich zunächst mich selbst liebe, also mich mit allem beJAhe, was in mir lebendig ist. Dann weiß ich, "ich bin OK" und der andere... der hat gerade etwas... Not, Mangel, Überdruss, ... Es scheint, dass Liebe auch Abstand braucht, um sein und wirken zu können. Denn klar sehe ich z. B. in einer solchen Situation, wo der andere tobt, nur aus einem (inneren) Abstand. Abstand heißt in diesem Sinne "Sehstand", einen Stand, aus dem ich den anderen sehe. Das Gegenteil wäre die Verschmelzung, auch Symbiose genannt. In der Verschmelzung kann ich nicht mein Eigenleben bewahren, kann schwerlich ruhig bleiben, wenn es in dem anderen tobt. Der "gesunde Abstand", der "Sehstand" heißt also eine Grenze zwischen uns, welche, wie ein Sieb, die Liebe hin und her strömen lässt. Eine liebedurchlässige Siebesgrenze, die alles Individuelle bei einem jeden selber belässt, für einander sichtbar machen lässt, einander damit das Bei-Sich-Bleiben ermöglicht.

Ich glaube schon, dass Liebe/sbereitschaft Verwandlung bewirken kann
Eine Geschichte über Mitleid, Mitgefühl und Liebe

Da ist Peter, der meint wirklich, er sei für Karl ein guter Freund. Karl sucht seit neun Jahren vergeblich eine Wohnung, obwohl er in seiner Jetzigen viel leider. Chemische Unverträglichkeiten, Strahlung jeder Art, Lärm, Enge und ähnliches mehr. Nun tut es Peter richtig weh, Karl so leiden zu sehen. Peter meint, dieses Gefühl von Schmerz sei Liebe. Ich meine, es ist ein Mitleid. Mit-Leid. Was tun wir - die meisten von uns, ich verneige mich jedes Mal vor Ausnahmen! -: wir geben Ratschläge, was Karl doch machen sollte. Und wenn es so lange dauert - neun Jahre Leid! -, dann halten wir es nicht mehr aus und fangen an ihn zu verurteilen: Was er für ein dummer, fauler, unfähiger, ..., Kerl sei; Wir werden ihn sogar belehren: Was er alles falsch macht und was er am besten machen sollte. Karl, du solltest einen Immobilienmakler beauftragen! Karl fühlt die Bereitschaft zur Hilfe, freut sich und fragt leise nach: "Wie finde ich einen? Denn jeder wird sich mit meiner ziemlich ungewöhnlicher Lage nicht befassen wollen?". Oh, das zu hören tut noch mehr weh. Darauf ballert dann Peter los, wie etwa: "Tja, mein Lieber, da musst du viele anrufen!..." Der Ton ist scharf, gefärbt von Verurteilung. Wenn es auch nicht so gemeint ist, hört es sich so an. Er vermittelt keine Augenhöhe, keine Wärme, kein Mitgefühl, auch keinen Respekt - ganz zu schweigen von Liebe. Wie schade um diesen Verlust, wenn Liebe hier tatsächlich vorhanden ist! Mitleid hilft keinem von beiden. Mitleid ist auch noch keine wirkliche Liebe.

Mitgefühl könnte sagen: Oh, Du Armer, und wie lange du schon so leidest! Das ist ja schrecklich! Ich denke, ich könnte es nicht so tragen wie Du! Wie schaffst Du das? Kostet ganz schön viel Kraft, was? Der Ton wäre mitfühlend. Die Wirkung wäre gelebte Augenhöhe, Respekt, Transparenz über Gefühle und individuelle Grenzen wie auch Achtung vor einem jeden Schicksal und seinem Träger.

Mitgefühl UND Liebe würden wahrscheinlich zusätzlich auch noch fragen: Kann ich denn etwas für dich tun? Der Ton wäre achtungsvoll und mitfühlend. Augenhöhe und Respekt sind selbstverständlich.

"Geteiltes Leid ist halbes Leid" - ich denke, das bezieht sich darauf, wenn wir dem Leid des anderen mit Mitgefühl begegnen. Denn Mitleid verdoppelt, vervielfacht das Leid.

Wer jemanden liebt und das `verdoppelte Leid´ und dessen Folgen - bewirkt durch Mitleid - sieht und einsieht, könnte er sich Richtung Selbstentwicklung begeben. Die Selbstentwicklung würde u.a. heißen, dass man sich aus einem Abstand betrachtet und sieht, welche Wirkungen seine Worte und sein Ton erzeugen. Er würde dieses Phänomen nicht "persönlich nehmen" - und sich sofort dagegen wehren, sich verteidigen, Ausreden finden, o. ä. -, sondern es als Realität, als eine Art "Schöpfungsgesetzmäßigkeit" ansehen. Und so, wie ein Fluss den in seinem Weg stehenden Stein nicht persönlich nimmt, sondern ihn links oder rechts umfließt, so würde man dann andere Wege suchen. Wenn Mitleid eher Beziehung und Wohlgefühl zerstört (Stein), würde man die Bereitschaft erzeugen, lieber wo anders zu fließen, um wohltuend zu sein, um mit der Liebe anzukommen – z. B. auf dem Weg des Mitgefühls.
Liebe/sfähigkeit bewirkt, dass Peter sich selbst auch dann liebt (oder spätestens jetzt lieben lernt), wenn er selber Schmerz empfindet und merkt, er könnte das nicht tragen, was Karl zu tragen hat. Wenn er sich dafür nicht selber beschämt oder verurteilt, kann in ihm die Achtung vor der Schicksalswilligkeit und Ausdauer des Karls entstehen. Wenn Peter den Karl (mit einer Nächstenliebe) liebt, obwohl er (Peter) durch seine (Karls) Geschichte zum Schmerzempfinden kommt, kann Peter Karls Leid sehen und in sich die Bereitschaft fühlen, Karl zu helfen, zu tun, was er (Peter) nur tun kann.

Dazu ist es eine günstige Voraussetzung, wenn Peter vor jedem anderen Menschen zu Karl steht, dass er ihn mag, sein guter Freund ist und ihm gerne hilft.
2014.10.01. Hamburg

 

Im Garten Eden wächst je ein Baum für Glück und Kummer. Was meinst du, welcher wird mehr wachsen und gedeihen? Der, dem du mehr Aufmerksamkeit schenkst.

Johanna hat einen Lieblings-Apfelbaum, den hat man für sie gepflanzt, als sie auf die Welt kam. Es steht auch ein alter Birnenbaum im Garten, noch von Opa und Oma. Er nimmt viel Zeit und Zuwendung in Anpsruch, denn er bringt nur noch  kleine und bittere Früchte, wächst jedoch um so mehr und beschattet den Apfelbaum. Johanna liebt Äpfel und hat große Sehnsucht nach diesen süßen, roten, reifen, saftigen, überwinternden, verlässlich nachhaltigen Früchten. Sie genießt das geheimnis der Winterzeit, die Ruhe und die Würde, mit der der Baum auf die Sonnenzeit wartet. Sie liebt den Anblick der weiß-rosanen Blüten im Frühling, die zarten grünen Blätter im Sommer und die leuchtend lachenden, von Gelb ins Rot wechselnden Fruchtbälle. Es ist ihr ein Hochgenuss, die reifen Äpfel zu pflücken, sich an einem Jeden zu erfreuen, sie sorgfältig in die Kisten packen oder einkochen, in Scheiben schneiden und trocknen lassen - doch dafür ist keine Zeit! Denn sie "muss" - meint sie - dem alten knorrigen B-baum viel Aufmerksamkeit schenken, weil er ja von Oma und Opa ist, also den Alten zur Ehre. Den alten Baum zu beschneiden hat sie erstmal schlechtes Gewissen, "man muss sich um ihn kümmern" und "so nehmen, wie er ist" und "wertschätzen, was war" und "der Baum kann doch nichts dafür" und "der hat immer sein Bestes gegeben" und so weiter... - heißt es in allem Munde. So pflegt sie ihren A-Baum gar nicht mehr.
Was könnte sie tun? Sie hat nur für einen Baum Zeit und Energie. Sie könnte ihr Augenmerk ihrem eigenen Apfelbaum schenken: Den Boden düngen und bereiten, ihrem eigenen Baum Zeit, ihre sonnenlichtähnliche Augenblicke und Streicheleinheiten spenden. Zeit mit dem Baum zu verbringen, sich unter ihn setzen, Ideen aus dem Universum emfpangen, was im Leben wirklich wichtig ist, welche Prioritäten dem Menschen - ihr und Gott - dienen. Sie könnte dann auch auf die himmlischen Gaben vertrauen, dem Sonnenstrahl, Wasser, Wind und der Erde, die mit hinzu kommen und den Baum ebenfalls stärken und zum Wachstum fördern.

BÜCHER

die ich liebe...

folgt hoffentlich bald

 

 

"Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge."
Epiktet

Antworten.Termine: 040.51318728 | willkommen[at]gemeinsam-zu-frieden.de